wpid-wp-1455860357766.jpeg

Vietnam: Ninh Binh

image

Nach dem Phong Nha-Ke Bang Nationalpark blieb vor allem ein großes Ziel im Norden Vietnams: Die berühmte Ha Long Bucht und ihre unwirkliche Felslandschaft. Der Weg dorthin führte über ein anscheinend ebenso lohnendes Zwischenziel: Auch das Umland des kleinen Städtchens Ninh Binh ist von vielen imposanten Kalksteinfelsen umgeben, eine Bildersuche suggeriert gar, es handele sich um das Gegenstück der Bucht: Hier erheben sich die Felsen nicht aus dem Wasser, sondern aus leuchtend grünen Reisfeldern.

image

Dass solch eine stimmungsvolle Kulisse nur möglich ist, wenn die Felder in Blüte stehen (und nicht etwa kurz nach der Ernte, wenn matschiges braun dominiert), hatten wir uns im Vorfeld nicht klargemacht. Dementsprechend war es dann naheliegend, von der angepeilten Bootsfahrt auf dem Tam Coc, wo sich das Licht- und Farbenspektakel abspielen hätte sollen, auf eine Fahrt auf dem Trang An auszuweichen: In etwas ruhigerer Atmosphäre ging es hier durch viele kleine (was vor allem bedeutet: niedrige) Höhlen, die zu abgelegenen Tempeln und Schreinen inmitten der unberührten, malerischen Landschaft führten. Ohne Reisfelder, dafür auf Tuchfühlung mit den garstigen und karstigen Felsnadeln.
image

Doch nicht nur Felsen hat Ninh Binh in großem Umfang zu bieten, noch viel mehr gilt dies für Tempel, findet sich hier doch mit der Bai-Dinh-Pagode die größte ihrer Art in Südostasien. Dies manifestiert sich weniger in den (wenn auch ebenfalls zum Teil riesenhaften) Einzelbauten, als vielmehr in der Dimension der Anlage insgesamt: Vom Eingang bis zum abschließenden Tempel läuft es sich auf direktem Weg schon einmal 30 Minuten.
image

Dieser ist gesäumt von einer unüberschaubaren Anzahl an Heiligenstatuen und einer noch viel astronomischeren Menge an Goldbuddhas, die hinter diesen in Kästen in der Wand ruhen. Das erst Mitte der 90er begonnene und Mitte-Ende der 2000er abgeschlossene Projekt macht beispielhaft deutlich, wie aktiv in Südostasien auch in der Gegenwart religiöse Bauten im  großen Maßstab errichtet werden.

image

Da das Frühstück in der Unterkunft im Wortsinne zum ko**** war, das Wetter zu kalt und die Fahrradsättel zu hart und sich überhaupt das Gefühl einstellte, dass hier nicht mehr viel zu holen sei, ging es bereits nach einer Nacht weiter in Richtung Cat-Ba-Insel.