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Vietnam: Phong Nha-Ke Bang Nationalpark

Aus den zahlreichen Nationalparks Vietnams nur einen einzigen zur Besichtigung auszuwählen, fiel nicht ganz leicht, haben doch alle ihre Reize, war aber zugleich unausweichlich, schien der Monat in Vietnam angesichts der verbleibenden Stationen doch schon nach zwei Wochen weitgehend vorbei zu sein. Der Phong Nha-Ke Bang Nationalpark passte sich auf dem Weg nach Norden dann aber am besten in die Route ein und stellte sich als weiterer Höhepunkt der Reise heraus (eine Phrase, die hier gefühlt sehr häufig verwendet wird, tatsächlich ist es aber natürlich ziemlich schwierig, die einzelnen Stationen gegeneinander aufzuwiegen).

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Phong Nha-Ke Bang ist vor allem für seine unzähligen und riesigen Höhlensysteme bekannt: Hier finden sich einige der größten Höhlenräume der Welt und neben wenigen touristisch erschlossenen finden sich auch noch zahlreiche Höhlen, die nicht oder nur (mehr oder minder professionell) geführt zu besichtigen sind. Zudem besitzt der Nationalpark aber auch eine beeindruckende Zahl an mit dichtem Dschungel bedeckten Kalksteinfelsen, die in Kombination mit dem kalten, nebligen (immerhin aber weniger regnerischen) Wetter eine regelrecht mystische Atmosphäre erzeugen.

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(Am letzten Tag dann schon weniger mystisches, hinsichtlich der anstehenden Bootsfahrt aber angenehmeres Wetter)

Da die geführten Touren sich allesamt eher im höheren Preissegment bewegen (so werden laut Reiseführer für die Erkundung der Hang Son Doong, der größten Höhle der Welt, etwa 3000 Euro berechnet) und überdies zumeist mehrere Tage in Anspruch nehmen, beschränkten wir uns auf die Besichtigung der gut erschlossenen Schauhöhlen.

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Die zentrale Höhle des Paradise Cave – auf dem Foto nicht zu erahnen sind die 50m Raumhöhe. Hier konnte man schon einmal einige Stunden verbringen, ohne die unendlich vielen Formationen auch nur im Ansatz angemessen gewürdigt zu haben.

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Ein etwa 10m hoher Tropfstein im Paradise Cave.

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Im Vorfeld aufgeschnappte Beschwerden, die Atmosphäre der Höhle werde durch „zu viel Licht“ zerstört, konnten wir nicht nachvollziehen, wäre die logische Folge doch, dass viele der faszinierenden Gebilde gerade angesichts der enormen Ausdehnung der Höhle(n) nicht sichtbar wären.

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Die nur per Boot zu erreichende Phong-Nha-Höhle, die im Vietnamkrieg als Zufluchtsort für Vietcong-Kämpfer diente.

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Ebenfalls Phong-Nha-Höhle.

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Die Tien-Son-Höhle, die sich außer durch die rötliche Färbung vieler Tropfsteine vor allem dadurch von den anderen beiden Höhlen unterschied, dass sich dort außer unserer kleinen Gruppe keine Menschenseele aufhielt – verantwortlich dafür dürfte vor allem der zermürbende Aufstieg über eine steile Treppe direkt oberhalb der Phong-Nha-Höhle sein.